1 Einführung und Erkenntnisinteresse

1.1 Einleitung

1.2 Erkenntnisinteresse

1.3 Die Vorgehensweise


1.1 Einleitung

Im Internet gibt es spezielle soziale Strukturen. In dieser Arbeit wird die Kommunikation und das Rollenverhalten in einem Teilbereich des Internets, den Internet-Spielen namens MUD (Multi User Dungeon / Domain), behandelt.

Ein MUD ist ein Rollenspiel, das in einer virtuellen Welt stattfindet. Das Kommunikations- und Rollenverhalten der Spieler in dem MUD Xyllomer [Alle kursiv gedruckten Begriffe werden im Anhang A (Glossar) erklärt.] wird dargestellt und analysiert und Unterschiede (und Gemeinsamkeiten) zur realen Welt beschrieben.

1.2 Erkenntnisinteresse

Das Internet ist für die Soziologie noch ein relativ neues Gebiet, in dem es noch viel zu forschen gibt. Bis jetzt gibt es nur wenige soziologische Studien über MUDs, obwohl sie meiner Meinung nach für die Soziologie sehr interessant sind, da hier einzigartige Rollenstrukturen untersucht werden können. Das Spiel mit verschiedenen Rollen und Identitäten ist hier sehr klar zu beobachten.

1.3 Die Vorgehensweise

Der Aufbau dieser Arbeit ist wie folgt: Zunächst wird das zu behandelnde Thema definiert und erklärt. MUDs werden zunächst allgemein beschrieben; schließlich wird auf ein spezielles MUD (Xyllomer) eingegangen. Bestimmte Thesen bezüglich der Kommunikation und des Rollenverhaltens werden aufgestellt, welche überprüft werden sollen. Hierzu gibt es einen Fragebogen, der von Spielern des MUDs Xyllomer bearbeitet wurde. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden ausgewertet und interpretiert.

Diese Arbeit stützt sich vor allem auf meine Erfahrung mit MUDs, bzw. mit dem MUD Xyllomer. Hinzugezogen wird vorhandene Literatur über das Internet und über MUDs (siehe Literaturliste) und der schon erwähnte Fragebogen.

Die Ergebnisse, die ich mir von dieser Arbeit verspreche, sind Antworten auf bestimmte Fragestellungen zum Rollenverhalten in virtuellen Welten, in denen Menschen völlig anonym und ohne Auswirkungen auf ihr reales Leben befürchten zu müssen, verschiedene Identitäten annehmen können.

Ich benutze im Folgenden der Einfachheit halber ausschließlich die männliche Form, wenn es um Spieler/Spielerinnen usw. geht, es sind dabei jedoch immer beide Geschlechter gemeint.

 


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